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Endlich fertig – ein erster Höreindruck

13. Januar 2016 at 21:26
Die neuen Tonmöbel

Die neuen Tonmöbel

Viel Arbeit, viel Schweiß und auch etwas Geld für Lautsprecher, die ich vorher nie probehören konnte. Ein Projekt abseits des Mainstreams, das auf eine völlig andere Technologie setzt. Das bedeutet Risiko und Chance zugleich. Nicht auszudenken also, wenn die Hörner schlecht klingen sollten.

Nach dem Verlöten der Chassis sollte sich zeigen, ob Intuition und Bauchgefühl stimmten. Allerdings benötigen auch Lautsprecher-Chassis eine Einspielzeit. Im Falle der Fostexe sind rund 200 Betriebsstunden nötig, um zum klanglichen Optimum aufzulaufen. Mit anderen Worten, es kann nur aufwärts gehen!

Letzte Schritte: Löten

13. Januar 2016 at 20:34

loetenNach dem Zusammenbauen und Lackieren der Gehäuse rückt die Fertigstellung der kleinen Boxen endlich in greifbare Nähe. Wie gesagt, ich habe mich für cremeweißen Lack entschieden und mich nicht damit aufgehalten, die Schnittkanten der Spanplatten mit Spachtelmasse zu glätten. Später werde ich die Seitenflanken der Boxen furnieren, dann sieht man die Kanten ohnehin nicht mehr.

Eine kleine Hürde ist vor der ersten Inbetriebnahme aber noch zu meistern: die Chassis müssen an der Verkabelung angelötet werden. Keine einfache Aufgabe für einen Grobmotoriker…

Endverleimung

9. Januar 2016 at 20:35

endverleimungAuch wieder so eine heikle Arbeit. Es gilt, die zweite Seitenplatte aufzuleimen und so die Gehäuse fertig zu stellen. Schwierig ist dabei, die schwere Seitenplatte bündig auszurichten – und zwar, bevor der Leim trocken wird und abbindet.

Dabei ist Tempo angesagt: Alle Oberflächenkanten müssen mit Leimraupen versehen werden, bevor die Seitenplatte aufgesetzt wird. Dann folgt ein hektisches Verrücken, bis alles passt. Überschüssiger Leim muss mit einem feuchten Lappen abgewischt werden, bevor er antrocknet und noch mehr unsaubere Stellen produziert.

Dann schlägt die Stunde der Schraubzwingen. Besonders hier ist ein recht hoher Anpressdruck nötig, damit auch alle Lücken im Gehäuseinneren verschlossen werden. Da kann auch ein Kasten Mineralwasser samt Kurzhantel nicht schaden.

Innenleben und Anschlüsse

9. Januar 2016 at 20:18

schneiden_daemmmaterialDas sperrige Gehäuse eines Horns dient einzig und allein der Basswiedergabe. Höhen und Mitten werden vom Breitbänder direkt nach vorn abgestrahlt. Der gefaltete Hornverlauf koppelt die Membran in nahezu optimaler Weise an die Raumluft an, so dass sich eine Art virtuelle Membran von der Fläche des Hornmundes ergibt.

Genutzt wird der von den Chassis rückwärtig abgestrahlte Schall, der selbstredend auch Mitten- und Hochtonanteile enthält. Die soll das Horn natürlich nicht abstrahlen. Um sie abzuschwächen, muss also Dämmmaterial im Hornverlauf angebracht werden.

Auch den Polklemmen tut etwas Sorgfalt gut. Ich habe sie so am Gehäuse montiert, dass sie von ihm akustisch entkoppelt sind.

Das liebe Lackieren

8. Januar 2016 at 14:30

locherIrgendwo habe ich gelesen, dass das Schneiden und Zusammenleimen der Holzteile die geringere Arbeit beim Boxenbau sei. Viel aufwändiger und schlimmer sei die Oberflächenbearbeitung, als das Grundieren, Lackieren oder Furnieren.

Und da ist schon etwas dran, schließlich will man keine rohen Holzkisten im Wohnzimmer stehen haben. Auch beim Musikhören isst das Auge mit, außerdem sind Boxen dieser Größe schon gestandene Wohnmöbel.

Allerdings habe ich persönlich eine leichte Neigung zur Schlusigkeit, was die Optik anbelangt. Mit anderen Worten, eine Hochglanzlackierung dürfte es nicht werden. Eher schon eine Wald-und-Wiesen-Lackierung mit all ihren hoffentlich nicht so auffälligen kleinen Fehlerchen.

Verkabelung und Montagelöcher

8. Januar 2016 at 13:43

einschlagmutternTückische Falle: Ein komplett verleimtes Gehäuse wird sich später nur noch mit roher Gewalt öffnen lassen. Also müssen Kabel und Chassisbefestigungen vor dem endgültigen Verleimen montiert werden.

Beim Kabel ist das wenig problematisch. Dass die Lautsprecher komplett ohne Frequenzweiche und Korrekturnetzwerk auskommen, ist nämlich nicht nur für den Klang gut, sondern auch für mich. Es muss pro Box nur ein einiges Kabel zum Chassis gelegt werden.

Dafür wird ein Loch in die Rückwand gebohrt, das Kabel eingelegt und bis zur Druckkammer geführt. Anschließend wird das Loch mit Heißkleber luftdicht verschlossen. Später wird das Kabel mit den Polklemmen verbunden.

Das Verleimen – oder wenn das Wohnzimmer zur Werkstatt wird

8. Januar 2016 at 13:27

leimen_1Wohnzimmer stimmt eigentlich nicht, denn der künftige Wohnort der neuen Boxen ist eigentlich das Arbeitszimmer. Es ist der größte Raum in unserer kleinen Wohnung und beherbergt zudem die Haupt-Hifi-Anlage. Weil die fertig verleimten Lautsprecher nur schwer zu transportieren sein werden und der Keller zu kalt fürs Lackieren ist, findet die Endmontage der Boxen eben im Arbeitsraum statt. Und der verwandelt sich dabei recht fix in eine komplett vollgestellte Werkstatt.

Erste Legeprobe

3. Januar 2016 at 0:52

legeprobeEinen Haufen Holz im Keller, aber keine Vorstellung von der Endform. Eine Vorstellung natürlich schon, aber keinen handfesten und plastischen Vorgeschmack auf die fertigen Lautsprecher. Den erhielt ich nach der ersten Legeprobe. Schließlich will man bei all der Arbeit auch mal sehen, wie die Box später aussieht. Außerdem lassen sich so noch Fehler aufdecken.

Alle halbwegs fertigen Teile wurden das erste Mal so zusammengelegt, wie sie im Groben zusammengehören. Und siehe da, eine erste Ahnung vom Backloaded-Exponentialhorn kam auf.

Erstes Verleimen, Schleifen und Fräsen

3. Januar 2016 at 0:35
Ausfräsen der Löcher für die Chassis

Ausfräsen der Löcher für die Chassis

Nachdem die einzelnen Platten nach Bauplan geschnitten waren, ging es ans Verleimen des abgestuften Innenteilers. Hier hätte es auch eine schräge Platte getan, die treppenhafte Abstufung ist nur eine – wenn auch gelungene – optische Finesse. Das Verleimen erfordert ein gewisses Maß an Gewissenhaftigkeit, da hier viele Einzelteile exakt aufeinander verleimt werden müssen, ohne dass es zu einem Überstand einzelner Teile kommt. Benutzt wurde übrigens „Ponal Classic“, der umso besser verbindet, je höher der Anpressdruck ist.

Man mag annehmen, das sei bei gleichbreiten Teilen nicht möglich. Ist es aber. Selbst wenn man wie ein Schießhund aufpasst, verrutscht immer etwas um Millimeterbruchteile und verhunzt die Arbeit. Hinterher muss dann entsprechend abgeschliffen werden.

Ein weiteres Thema ist das Ausfräsen der Löcher für die Chassis. Zum Einsatz kamen Oberfräse, Nutfräser und Fräszirkel. Nach ein paar Testläufen auf einer selbstgebauten Halterung gelang mir diese Aufgabe, die ich immer noch als etwas heikel empfinde. Das mag daran liegen, dass die Oberfräse nur selten benutzt wird.

Verleimen des abgestuften Innenteilers

Verleimen des abgestuften Innenteilers

Holz-Zuschnitt

27. Dezember 2015 at 17:48
Tischkreissäge mit Regenschirm

Tischkreissäge mit Regenschirm

Das Gehäuse Bk208 ist nicht gerade sparsam, was den Holzverbrauch anbelangt. Der Fostex-Bauplan ist so konzipiert, dass pro Box zwei (manchmal im Handel zu fenden) Platten zu 1 x 2 Metern verwendet können. Die Lübecker Firma Klatt hatte leider andere Plattenmaße im Programm, dazu auch keine Spanplatte mit 18 mm Stärke. Die fand ich übrigens nirgendwo, üblich sind 19mm.

Nötig wurde also eine Anfrage bei Bernd Timmermanns von Hobby Hifi. Die Antwort: ist zu vernachlässigen. Hatte ich mir schon gedacht, aber sicher ist sicher.

Also ließ ich mir das Holz (19mm Spanplatte) grob im Baumarkt zu schneiden (12 Platten 300 x 1200 und 4 Platten 520 x 1200), den Kleinzuschnitt machte ich mit Tisch- und Handkreissäge. Zur Verwendung kamen außerdem Bretter aus meinem Holzlager. Und weil ich einige der nötigen Arbeiten im Garten machen wollte (mehr Platz), musste ich die Bretter mit Fahrrad und Anhänger durch die Gegend kutschieren. Das nennt man „Holztourismus.“

"Holztourismus"

„Holztourismus“